Liebe mona,
da muß ich von mir aus gehen.
Ich habe bei mir festgestellt es hat mich früher nicht glücklicher gemacht und heute schon gar nicht. Heute würde ich eher sagen es nervt mich. Heute überlege ich sehr genau, ob ich es brauche, wann und für was. Ich habe mir mittlerweile das Ziel so gesetzt, wenn ich nach 2 Wochen noch an diese Sache dachte, ohne es mir aufzuschreiben,immer in Erinnerung bleibend, habe ich es versucht zu bekommen.
Wenn es dann schon weg war, sollte es nicht so sein. Irgendwie war ich dann sogar eher erleichtert, als mich zu ärgern.
Bis dato bin ich ja auch ohne diese Sache gut ausgekommen.
Das ganze hin und herjagen, nach dem was wieder besser ist, wenn ich mit meinen Dingen zufrieden bin, mache ich nicht mehr.
Es ist mehr Anstrengung und Energie die da dann bei drauf geht, als wenn es mir die Sache wert ist.
Auch weiß ich für mich mittlerweile, dass vieles ein kompensieren für was war oder ist.
Immer Neues, besseres haben zu wollen bringt meines Erachtens die Menschen in ein Chaos.
Wieviel schöner ist es doch einen Wunsch nach Bestimmtem, Traum bleiben zu lassen. Nein zu sagen, nachdem das Herz begehrt, ist für mich eher ein Glücksgefühl, weil ich dem wiederstanden habe, als es zu kaufen. Das ist für mich immer ein kleiner Sieg.
Außerdem mag ich die Massenproduktion von Vielem eh nicht. Wie du schon so schön schreibst, es liegt dann in der Ecke.
Ich jendenfalls werde unruhig, gereizt und nervös, jemehr ich habe.
Außerdem ist es nicht der Wert mehr den es gekostet hat.
Keiner kauft es Dir mehr so leicht ab, nur verschenken kannst du es noch, wenn die Leute es wollen.
So hatte ich früher viele Bücher, Lexikothek und Phonothek.
Sie wegen Platzmangel aufzulösen, was mir in der Seele weh tat, gelang nicht wirklich.Also auch in Zeiten wo noch viel gelesen wird, überlege ich mir, ob ich überhaupt noch dazu komme.
Auch wenn Freunde zu Besuch kommen, oder meine Eltern mich fragen, will ich nichts.
Es sei denn ich kann es so gesehen mit ihnen oder Freunden genießen.
Das wäre dann etwas leckeres zu Trinken oder zu Essen, als wieder ein Teil in meiner zu kleinen Wohnung.
Außerdem man bedenke mal den Aufwand des Wegschmeißens. das kostet mir zu viel. Und Weiterverschenken an Sachen, die nicht wegen Hunger und Wärme sind, schaffe ich nicht. Fast jeder in meinem Freundeskreis hat es schon, will es natürlich dann nicht und ist froh, es nicht zu bekommen.
Und die Arbeit zu Hause damit, immer abstauben oder sauberhalten.
Ich orientiere mich dann lieber an Dingen der Natur, des Essens und das ich andern helfen kann sich was zu kaufen, denen es wirklich an Wichtigem fehlt. Das ist meine Ruheoase und ich bin zufrieden.
Ich hoffe ich konnte dir hier aus meiner Sicht etwas zu deiner Frage sagen.
Lg.Rea
Ergänzung vom 10.10.2008 16:35:
Mir fällt noch ein, wenn man glaube ich mal ganz unten war
und weiß was wirklich gebraucht wird für seine Bedürfnisse,
der könnte es schaffen, später diesem Konsumzwang nicht mehr zu erliegen.