Blitz und Donner haben keinerlei Einfluß auf die Suppe, aber sie treten gewöhnlich im Gefolge hoher Temperaturen und schwüler Witterung auf.
Und die haben tatsächlich etwas mit der Beschaffenheit der Suppe zu tun.
Deshalb stellten unsere Vorfahren die Suppentöpfe vorsorglich in die kühle Vorratskammer, wenn ein Gewitter im Anzug war.
Hohe Temperaturen bewirken eine starke Vermehrung der Säurekeime in der Suppe, in der meistens Milchprodukte enthalten sind. Die Keime spalten Milchzucker zunehmend zu Milchsäure, anders ausgedrückt : Die Kohlehydrate vergären durch Bakterien. Der Säuregrad der in der Suppe enthaltenen Milchprodukte steigt damit an, sie riecht unangenehm säuerlich.
Die Gerinnung kommt beschleunigt in Gang. Man sagt: Sie "stockt".
Deshalb ist sie im Kühlschrank besser aufgehoben.
Ergänzung vom 29.08.2008 18:39: